Geocaching Spezial zu Halloween – Deutschlands gruseligste Orte zum Cachen

Nur noch wenige Tage bis Hexen, Geister und Vampire auf Deutschlands Straßen ihr Unwesen treiben und Kürbisse leuchtende Gesichter bekommen. Halloween, die Nacht des Grauens, steht vor der Tür. Höchste Zeit, dass auch du dich in Gruselstimmung bringst! Falls du in Sachen Horror, Schrecken und Gänsehaut noch auf der Suche nach geeigneten Caches bist, geben wir dir eine kleine Halloween-Starthilfe mit auf dem Weg. Wir stellen dir fünf Orte in Deutschland zum Cachen vor, die dich mit absoluter Sicherheit erschaudern lassen werden.

Burg Frankenstein

Ein künstliches Geschöpf bestehend aus Leichenteilen, dass übermenschliche Kräfte besitzt und von einem verrückten Wissenschaftler namens Victor Frankenstein mit Hilfe von Blitzen zum Leben erweckt wird. Das ist die Handlung des 1818 erschienen Romans „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“.

Reine Fiktion oder gab es Frankenstein vielleicht wirklich? Eine Legende führt uns ins Mühltal nach Darmstadt zur Burg Frankenstein. Es wird vermutet, dass die 370 Meter hoch gelegene Burg für die Autorin Mary Shelley Namensgeberin ihres Romans gewesen sei. Lokalen Erzählungen nach soll der 1673 geborene Arzt und Alchemist Johann Konrad Dippel dort ein Labor betrieben haben und das reale Vorbild für die Romanfigur Frankenstein sein. Doch ranken sich um die alten Gemäuer noch viele weitere Legenden von Geistern und Hexenkulten.

Ein schaurig gruselige Cachetour zur Burg Frankenstein lohnt sich allemal! Neben dem Virtual „Der Geist von Frankenstein“ (GC7B9HT) unserer Bloggerkollegen „Die Blümchen“, erwarten Euch vor Ort auch zwei sehr zu empfehlende Mehrstationen-Caches. Zum einen der Mysterie-Multi „Rund um die Burg Frankenstein“ (GC1P7CK) und zum anderen die Letterbox  „Frankensteinrunde – Waltraud gratuliert Walter“ (GC69G0H). Auch die Liebhaber historischer Dosen aus der Anfangszeit des Geocaching kommen in unmittelbarer Umgebung der Burg auf ihre Kosten. Der Tradi „Mary Shelley’s Schloss“ (GC236E) des immer noch aktiven Owners mrudy wurde vor fast genau 17 Jahren, am 20. Oktober 2001, gepublished und wartet auf Euren Besuch. Für einen unkonventionellen und kniffligen Rätselspaß sorgt ferner die Dose  „No Preguntas – Edición Frankenstein“ (GC6G40A).

Die Kapelle im Wald

Völlig real sind die okkulten Gesänge, die regelmäßig um Mitternacht durch das Dickicht des dunklen Waldes südöstlich der bayerischen Ortschaft Eichendorf dringen. Manchmal schallen sie über die Waldgrenze hinaus und sind sogar auf den benachbarten Höfen zu hören. Die Einheimischen wissen wo sie diese seltsamen Stimmen und Laute zu verorten haben. Ihren Ursprung haben sie an einer alten Pestkapelle mitten im Wald. Nicht selten entdeckt man dort am nächsten Morgen die Zeugnisse satanischer Rituale einer abgehaltenen schwarzen Messe der vorangegangenen Nacht.

Die Pollingsrieder Kapelle ist ein verfluchter Ort. Um sie herum sind  Brunnen in Form eines Pentagramms angeordnet. Nicht selten entdeckt man auf ihrem Areal umgedrehte Kruzifixe. Es gibt Berichte -auch zeitgenössische- von großen schwarzen Hunden die einen verfolgen und Wesen mit roten Augen die Eindringlinge in der Nacht mit markerschütternden Schreien um den Verstand bringen.

Der Weg zur Kapelle ist nicht ausgeschildert. Man verirrt sich fast immer im Wald und findet nur sehr schwer wieder hinaus. Dieser Umstand spiegelt sich sowohl im Namen als auch im Listing des Caches „Kapelle #2 – Die Unerwartete“ (GC13H81) wider. Dort heißt es: „Wer nicht vorher die Karte auswendig lernt, dem wird es vielleicht so gehen wie mir. Ich hatte mit dem Mountain Bike die falsche Abzweigung genommen und stand plötzlich vor dieser Kirche, die ich in dieser Form an dieser Stelle nicht erwartet hätte.“

Wer an Halloween den Mut aufbringt hierher zu kommen um die Dose zu loggen, muss sich also bewusst sein, dass er Gefahr läuft sich für immer im verfluchten Wald zu verirren und mit Begegnungen rechnen, die ihn erschaudern lassen werden. Derzeit sieht es nicht gut aus um den Zustand der Dose wenn man sich die Anzahl und Kommentare der DNFs durchliest. Ob sich der Owner bei einer Wartungsrunde im Wald verirrt hat? Solltet ihr vor Ort sein, könnt Ihr ja einmal Ausschau nach ihm halten. Sollte der Cache archiviert und der Owner nicht mehr gefunden werden, liegt unweit eine weitere Kapelle mit ihrer Dose „Kapelle #3 – Die Ungewöhnliche“ (GC13H86).

Tatort Hinterkaifeck

Diese Geschichte lässt einem das Blut in den Adern gefrieren!  Mysteriöse Geräusche vom Dachboden, Spuren im Schnee, die von einem nahegelegenen Waldrand zu einem abgelegenen Hof führen aber nicht wieder zurück und ein verschwundener Schlüssel. Wir schreiben den 30. März des Jahres 1922. Andreas Gruber, der 63jährige Besitzer des Hofes Hinterkaifeck, einem Einöd nahe dem oberbayrischen Schrobenhausen, berichtet mehreren Bekannten von diesen seltsamen Vorkommnissen rund um sein Anwesen. Zwei Tage später sind er und die fünf übrigen Bewohner des Hofes tot. Erschlagen mit einer Hacke.

Was war passiert? Bis heute ist das Verbrechen von Hinterkaifeck ungelöst und einer der mysteriösesten und bekanntesten Kriminalfälle der Bundesrepublik. Die Ermittlungsakten wurden im Jahr 1955 offiziell geschlossen. Dennoch fanden noch bis Mitte der 80er Jahre hinein Vernehmungen statt. Es gab viele Verdächtige aber keinem, dem die Tat nachgewiesen werden konnte. Im Internet hat sich eine private Ermittlergruppe gegründet, die sich weiter intensiv mit den Ereignissen rund um den Fall Hinterkaifeck auseinandersetzt und versucht dem wahren Täter auf die Spur zu kommen. Auf ihrer Homepage sind alle Informationen zu dem Fall u.a. Tatortfotos, Chronologien, alte Aktenbestände der Ermittlungsbehörden usw. abrufbar. Hinterkaifeck – Ein Verbrechen das zu einem Mythos wurde. Grund genug für „the mysterious“ diesem deutschlandweit bekannten Fall mit „Hinterkaifeck“ (GC132NX) einen eigenen Mysterie-Cache zu widmen.

Um die Dose zu finden müsst Ihr Euch bereits zuhause intensiv mit den Geschehnissen rund um das gruselige Verbrechen im Jahr 1922 auseinandersetzen. Vor Ort führt Euch der Weg zur Finaldose an dem Marterl vorbei, das zum Gedenken an die schreckliche Tat und an die Opfer von Hinterkaifeck errichtet wurde. Es steht direkt an dem Weg, der unmittelbar an den ehemaligen Hof grenzt.

Tipp: Um das Gänsehautfeeling auf die Spitze zu treiben kann man an auch an einer thematischen Fackelwanderung rund um den ehemaligen Hof teilnehmen, die regelmäßig von einem örtlichen Gastbetrieb angeboten wird.

Hexen im Harz

Hexen wurden im Mittelalter bezichtigt einen Pakt mit Dämonen oder gar dem Teufel selbst eingegangen zu sein. Ihre schwarze Magie war gefürchtet. Nicht selten wurden deshalb Menschen, denen man die Ausübung des Hexenkultes bezichtigte, Opfer der Hexenverfolgung. Ein Zentrum der Hexenprozesse in Deutschland war der Harz. Zwischen 1462 und 1609 verbrannten alleine in  Wernigerode mindestens 21 Frauen und Männer auf dem Scheiterhaufen. Die Hinrichtungen fanden auf dem Galgenberg statt. Einige dieser armen Seelen schafften es gar nicht erst bis dorthin. Sie starben schon während der Folter, bei der man ihnen Geständnisse der Hexerei herauspressen wollte.

Eine rundum schaurige Wanderwoche an Halloween rund um das Thema Hexen, bietet der knapp 100 Km lange Qualitätswanderweg Harzer Hexenstieg mit dem ihm gewidmeten Mysterie-Multi „Harzer Hexenstieg“ (GC2XP6W). Er führt von Osterode durch den Harz über den Brocken -bekannt auch als Blocksberg und einer der Hauptversammlungsplätze für Hexen- bis nach Thale. Um die Finaldose des Mysteries zu finden, müsst ihr den Hexenstieg erwandern. Gleichzeitig gilt es die Augen offen zu halten um zum einen die im Listing auf sechs Fotos abgebildeten Stellen zu finden, zum anderen aber auch, um nicht in die Fänge umherfliegender Hexen zu geraten, die es dort auch heute noch geben soll. Einer der Höhepunkte eurer Tour ist die Besteigung des 1141 Meter hohen Brockens, dem höchsten Berg des Harzes und ganz Norddeutschlands. Sein Gipfel lohnt sich aus Geocaching-Sicht besonders. Neben dem Webcam-Cache „1.Brocken*Cam*“ (GCKRNT), sind dort oben insbesondere auch ein Virtual „Wolkenhäuschen“ (GC7B9AP), zwei Kurzmultis und zwei Earthcaches platziert.

Weitere Infos zum Harzer Hexenstieg wie Etappenpläne, Infos zur Topographie und Einkehr- sowie Übernachtungsmöglichkeiten erhaltet Ihr auf der Homepage des Hexenstiegs oder beim Harzer Tourismusverband

Die Spuk-Villa am See

Eine alte Villa am Fühlinger See bei Köln ist das vielleicht gefürchtetste Geisterhaus Deutschlands. Hier sollen Poltergeister ihr Unwesen treiben. Das Haus selbst hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Erbaut wurde es vom Bankiers Eduard Freiherr von Oppenheim im Jahr 1884. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die Nazis die Villa als Schlaflager für Zwangsarbeiter. Damals wurde dem 19-jährigen Edward M. zur Last gelegt, er würde eine Liebschaft mit der Tochter des Besitzers unterhalten. Daraufhin wurde er von der Gestapo festgenommen und auf dem Gelände der Villa erhängt. Nach dem Krieg soll der ehemalige NS-Richter Gerhard van K. mit seiner Frau in dem Haus gewohnt haben. In der Silvesternacht 1963 soll er sich im zweiten Stock des Hauses erhängt haben. Seitdem auch seine Gattin das Zeitliche segnete, ist das Anwesen komplett verlassen. Wobei! Nicht ganz! Denn seitdem spuken die Seelen der Verstorbenen als Poltergeister immer noch im Haus herum. Besonders unheimlich: 2007 soll sich ein Mann, in der gleichen Nacht wie der Richter Gerhard van K., im zweiten Stock erhängt haben.

Solltet Ihr den Mut haben in der Halloween-Nacht die Villa am See zu besuchen, wartet dort mit „The Rocky Horror Cacher Show @ night“ (GC25C2P) passenderweise ein Neun-Stationen-Nachtcache auf Euch. Sollte Euer Mut hingegen nicht ausreichen, könnt Ihr alternativ am Tag den Multi „Spooky Spukhäuser von Köln“ (GC6JFXT) angehen. Oder ihr nutzt ihn als „warm-up“ für den Nachtcache. 

Happy Halloween!

Ein Kommentar:

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