Ein Wochenende in Calais und Dover – Teil 2: Kreidefelsen von Dover und ein sehr alter Cache in Belgien

Kreidefelsen von Dover, von der Fähre aus fotografiert

Die Überfahrt: Calais – Dover – Calais mit der Autofähre

Nach einem ereignisreichen Tag in Calais startete heute der zweite Teil unserer Tour in Frankreich: In aller Frühe setzten wir mit der Autofähre von Calais nach Dover über. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Überfahrt im Vorfeld im Internet zu buchen. Zwei große Carrier bieten die Überfahrt an: P&O Ferries und DFDS Seaways. Preislich gab es – zumindest bei uns – kaum einen Unterschied. Einzig die verschiedenen Abfahrtszeiten waren am Ende für die Auswahl von P&O Ferries entscheidend. Der Preis wird übrigens für das Fahrzeug berechnet. Es ist daher gleich, ob ihr mit einer Person oder mit fünf im Auto sitzt.

Autofähre im Hafen von Dover

Autofähre im Hafen von Dover

 

Wichtig für die Planung:

  • Zeitzonen: Frankreich und Großbritannien liegen in unterschiedlichen Zeitzonen. Bei der Überfahrt von Calais nach Dover stellt ihr die Uhr eine Stunde zurück (Frankreich 08:00 Uhr = England 07:00 Uhr). Bei der Rückfahrt läuft das natürlich umgekehrt 🙂
  • Ausweise: Großbritannien ist dem Schengen-Raum nicht beigetreten. Das bedeutet, dass bereits heute, obwohl Großbritannien (noch) EU-Mitglied ist, Grenzkontrollen stattfinden und alle Personen im Auto einen gültigen Reisepass oder Personalausweis vorweisen müssen. Die Kontrolle der Ausweise erfolgt auch tatsächlich sehr genau.

Die Überfahrt klappte problemlos. Der Check-In funktioniert sehr effizient – von der Zollkontrolle über die Zuteilung einer Warteschlange bis zur Fahrt auf die Fähre: alles ist perfekt durchorganisiert.

Das Frühstück konnte sich durchaus sehen lassen

Die Überfahrt dauert 1 1/2 Stunden – die Zeit vergeht an Bord schnell: Ein Restaurantbereich bietet englische Gerichte an, ein Sonnendeck sorgt für gute Aussicht und wer auf Action steht, besucht die Spielhölle 🙂 Alles sehr entspannt.

So effizient wie das Beladen klappte dann auch das Entladen und schon standen wir im Land des Linksverkehrs. Links zu fahren war übrigens deutlich weniger anstrengend, als gedacht. Schon nach kurzer Zeit kam die Versuchung gar nicht mehr auf, die rechte Spur zu nutzen. Knifflig wurde es aber natürlich an den Kreuzungen. Wer hat Vorfahrt? Das erforderte dem Gehirn doch einiges ab und deshalb galt einfach die Taktik zu warten, bis entweder jeder anhielt und man sicher losfahren konnte oder bis niemand mehr an der Kreuzung war.

In Dover haben wir zunächst einige Tradis an Dover Castle gesucht, sind dann aber zum eigentlichen Ziel aufgebrochen: The White Cliffs of Dover – Die Kreidefelsen.

Kreidefelsen von Dover

Uns erwartete ein schöner Spaziergang an der Küste von Dover entlang der Kreidefelsen. Ein Plan kann hier abgerufen werden: (https://www.nationaltrust.org.uk/documents/maps/1431730003843-the-white-cliffs-of-dover.pdf).

Wir starteten am Besucherzentrum – Parkmöglichkeiten sind vorhanden, Parkgebühr: 3,50 GBP (ca. 4 Euro). Leider lies es unser Zeitplan nicht zu, bis zum Leuchtturm zu wandern, aber immerhin legten wir etwa die Hälfte der Strecke in dieser grandiosen Landschaft zurück.

Neben dem Earthcache „The White Cliffs of Dover“ (GC1Z31G) konnten wir einige Tradis an der Küste loggen.

Die drei Stunden in Dover waren viel zu schnell vorüber. Schade, dass wir anfangs uns auf mehr oder weniger unspektakuläre Tradis gestürzt hatten – die Zeit fehlte uns an der Küste. Dennoch: Der Tag hat mit einem schönen Spaziergang in einer echt sehenswerten Umgebung begonnen.

Eine gute Vorplanung lohnt sich für Dover übrigens in jedem Fall, denn die Gegend bietet viele besondere Caches:

Mit der Fähre ging es wieder zurück nach Calais, wo wir unseren Plan fortsetzten, in fünf Ländern an einem Tag zu cachen: Großbritannien, Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland.

Der älteste noch aktive Cache Kontinentaleuropas

In Belgien wartete ein historisches Highlight auf uns: Der älteste noch aktive Cache Kontinentaleuropas GC40 mit dem schlichten Namen „Geocache“.

Die schöne große Box war schnell gefunden. Nach einigen Minuten der huldvollen Stille haben wir unsere Fahrt nach Luxemburg fortgesetzt, wo wir einen kurzen Multi mit einer Rast verbinden konnten – und einer sehr günstigen Tankfüllung!

Knapp hinter der Grenze wurde dann das fünfte Land geloggt: Deutschland.

Fazit

Das Wochenende war voller neuer Eindrücke und persönlicher Rekorde. Es war zeitweise richtig anstrengend, aber es hat sich voll gelohnt und wird uns lange in Erinnerung bleiben.

> Zum ersten Teil des Artikels

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