Ein Wochenende in Calais und Dover – Teil 1: Cachen an der Küste von Calais, GeoNord Mega-Event und massig Letterboxen

Ein Letterbox-Trail? Zugegeben: Das Team von GeoNord wusste, wie man Interesse weckt. Da mogelte sich in Facebook tatsächlich ein Beitrag in die Timeline, der von über 100 Letterboxen in Nordfrankreich berichtete. Das „passende“ MEGA-Event wurde auch noch mitgeliefert: GeoNord 2017 – Oxygen… das 3. GeoNord-Event, bei dem diesmal das Element Luft im Mittelpunkt stand. Die Location konnte kaum besser gewählt werden: Ein Flugzeughangar bei Longuenesse.

Aus einer interessanten Idee wurde eine ausführliche Planung eines Geocaching-Wochenendes in Calais. Der Plan konnte sich am Ende sehen lassen:

  • MEGA-Event: GeoNord 2017 – Oxygen (GC69XKT) mit Labcaches und Bunkerbesichtigung
  • Event: World Wide Flash Mob XIV – HOMEWARD BOUND (GC745TR)
  • Letterbox-Trail mit mehr als 100 Letterboxen
  • 10 verschiedene Cachearten an einem Tag: Mega Event, Event, Virtual, Labcache, Wherigo, Letterbox, Traditional, Multicache, Earthcache und Mystery
  • 5 Länder an einem Tag: Frankreich, England, Belgien, Luxembourg, Deutschland
  • Übersetzen nach Dover / England mit der Autofähre und Besichtigung der Kreidefelsen
  • Der älteste noch aktive Cache Kontinentaleuropas in Belgien (GC40)

Welcome on Board

Los ging es am 9. Juni 2017: AlexMainz, Lupus Hyacintho, Manekineko7 und Wurmloch77 haben die Koffer gepackt. Gemeinsam sind wir direkt von der Arbeit nach Wisques aufgebrochen, wo wir ein gutes, aber im Vergleich für die Region günstiges Hotel ausgesucht hatten: La Sapinière.

Nach 6 Stunden Fahrt kamen wir mit einem ordentlichen Hunger beim Vorevent „GeoNord 2017 – Welcome on board“ (GC6MRGV) an. Der konnte auch um 21:00 Uhr noch mit einer selbstgemachten Pizza gestillt werden. Die beiden Pizzabäcker kneteten und backten mit Freude zwei leckere Pizzen, die wir dann in der Eventhalle – einem Flugzeug-Hangar futterten.

Logbuch Vorevent

Schön gestaltet war das Logbuch, das aus Bordkarten bestand, auf denen jeder Cacher seinen Namen, seine Herkunft und die Anzahl seiner Funde vermerken könnte. Leider konnten wir das nicht mehr, denn die Bordkarten sind irgendwann ausgegangen und die „Spätankommer“ sollten dann „irgendwo“ draufschreiben. Das war schade, denn das Logbuch war im Prinzip das einzige noch erkennbare Highlight an diesem Abend.

Eine nachdenkliche Tour auf dem Letterboxtrail

Wie sucht man 104 Letterboxen in möglichst kurzer Zeit? Mit dem Fahrrad. Das Tourismusbüro in Saint-Omer war uns behilflich und hat uns nach Anfrage bereits 4 Elektrofahrräder reserviert. Der Tagespreis liegt zwischen 11 und 15 Euro pro Fahrrad – je nach Gruppengröße. Die Abholung klappte schnell und unkompliziert.

Also schnell wieder von Saint-Omer nach Longuenesse geradelt und los gings mit dem Letterboxtrail.

Anfangs enthusiastisch begonnen, wurden wir zunehmend nachdenklicher. Zur Koordinate gehen, Cache in einer Größe zwischen Filmdose und Eiscremedose (immerhin mit Camouflagelackierung) suchen, ins Logbuch eintragen und den Kinderstempel auf ein Blatt Papier drücken – wenn überhaupt ein Stempel drin war.

Im Kern waren das alles Tradis, in die ein 08/15 Plastikstempel reinsteckt wurde, der mit dem Cache rein gar nichts zu tun hatte. Da war eine Giraffe abgebildet oder der Buchstabe „E“ oder andere Belanglosigkeiten. Klar kann man jetzt sagen: „Wenn es dir nicht gefällt – niemand zwingt dich den Trail zu machen“ oder „Du warst ja selbst nur punktegeil“. Beides stimmt. Die Besonderheit des Trails besteht ganz klar daraus, in  kürzester Zeit viele Letterboxen zu finden und damit den Zähler zu pushen. Wäre ich auch den Weg gegangen, wenn es 104 Tradis gewesen wären? Ich glaube kaum. Dann hätte ich aber etwas verpasst: Eine schöne Landschaft, die sehr sehenswert war. Und einen Sonnenbrand. Aller Nachdenklichkeit zum Trotz lässt sich sagen: Nicht alles zu ernst nehmen. Am Ende bleibt es ein Spiel, das in dem Moment, in dem man es spielt, Spaß machen soll – das hat es. Alles gut… jedenfalls bis der Akku meines E-Bikes versagte, aber das steht auf einem anderen Blatt.

GeoNord 2017 Oxygen – Das MEGA, das an uns vorbei lief

Neben dem Letterboxtrail wollten wir natürlich das MEGA-Event GeoNord 2017 Oxygen genießen, Spiele, Labcaches und eine interessante Bunkerführung standen auf dem Plan.

Als wir kurz vor 17 Uhr dort einliefen, gab es von alldem… gar nichts mehr. Die Spiele, mit denen man die Labcache-Lösungen erspielen konnten, waren alle abgebaut und zum Teil bereits in Transporter verladen. Reste von demolierten Spielen standen noch im Hangar – hier war die Schlacht geschlagen. Laut Programmplan sollte das Event um 19 Uhr enden. Blöd gelaufen… aber damit haben wir wirklich nicht gerechnet.

Vor Wochen buchten wir für uns vier eine interessante Bunkerführung. Ab 21 Uhr mit anschließender Nachtcacheaktion war da zu lesen. Auf Nachfrage am Eventtag hörten wir dann: Der Kauf der Tickets reicht nicht aus. Man musste sich vor Ort registrieren lassen. Die Listen für die Bunkerführung waren aber weitgehend voll… man gab uns einen Slot von 0:00 Uhr bis 1:30 Uhr! Ernsthaft? Nirgends ein Hinweis auf das Registrierungsverfahren, ein Event, das im Prinzip um 17 Uhr beendet war und nun sollen wir bis Mitternacht warten? Die Bunkeraktion ist im Dunkel der Nacht abgesoffen – schade! Stattdessen ging es an die Küste zu einem wirklich relaxten Ausklang des Tages.

Unterwegs an der Küste zwischen Calais und Boulogne-sur-mer

Nach dem Event ist vor dem Event – am Cap Blanc Nez bei Escalles hatte Beastmarsta zum World Wide Flash Mob XIV – Event Homeward Bound (GC745TR) geladen. Eine kleine Truppe Cacher wartete auf dem Parkplatz am Fuße des Monuments. Ein paar nette Worte später standen wir im Logbuch dieses kleinen Events. Dies war ein guter Auftakt eines schönen Abends.

Vom Cap Blanc Nez hat man nicht nur eine tolle Aussicht, man kann auch einen Virtual lösen: Points to View (Cap Blanc Nez) (GCG50C). Dieser Virtual war bereits die 9. Cacheart, die wir heute gemacht hatten. Dunkel war es aber noch nicht… also auf zu einem Earthcache am Cap Gris-Nez. Wieder lockte ein super Panorama, aber auch einige (kleine) Fragen zu Les Œufs du Gris-Nez/The Eggs of Gris-Nez (GC6WEKM) galt es zu beantworten.

Damit war auch unser letzter Cache für den heutigen Tag erledigt: 10 Cachearten an einem Tag wurden erfolgreich gefunden.

Ein schönes Abendessen im Restaurant L’estival in Audinghen rundete den Erfolg ab.

Auch der nächste Tag war Rekordverdächtig: 5 Länder an einem Tag mit einem Abstecher nach Dover / England und zum ältesten noch aktiven Cache Kontinentaleuropas. Dazu folgt ein weiterer Blogeintrag 😀

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